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Das Jugendchorprojekt: „Die 10 Gebote“


Zum vierten Mal präsentierte der Treiser Jugendchor unter Leitung von Daniela Werner ein Musical: Dieses Mal handelte es sich um die Geschichte von Moses und dem Auszug der Isrealiten aus Ägypten. Fast alle Vorstellungen waren ausverkauft und hinterließen ein begeistertes Publikum.

Nach einer nicht ganz ausverkauften Premiere im Bürgerhaus Annerod am 14. September mit etwa 120 Besuchern sprach sich die Qualität der Aufführung offenbar schnell herum. Vor allem die Treiser Sporthalle war am 21. und 22. September schließlich bis auf den letzten Platz ausverkauft. Sicherlich hat es auch keiner der Zuschauer bereut, sich vom Chor in die alttestamentliche Zeit von Moses und Aaron entführen zu lassen. Vom ersten Protest Moses (Mischa Jung) an der schlechten Behandlung der Israeliten in Ägypten, über die Heirat mit seiner Frau Zipporah (Inga Jung / Jolien Könitz) bis hin zu den zehn Plagen und dem Erhalt der Steintafeln, auf denen die zehn Gebote Gottes standen: Das Musical erzählte die Geschichte der bekannten biblischen Figuren Moses, Zipporah, Aaron (Josua Lenz) und ihre Flucht mit dem gesamten israelitischen Volk aus der Sklaverei unter dem ägyptischen Pharao (Matthias Leukel). Das Musical endete in einem fulminanten Chor, der Liebe als das oberste Gebot und die Kernbotschaft des Stücks »Tu was dir dein Herz befiehlt« noch einmal hervorhob.

Der Chor war dank der guten Vorbereitung stimmgewaltig und klangsicher, die Solodarsteller haben sich stimmlich enorm entwickelt und das verstärkte Augenmerk auf die schauspielerische Seite in diesem Jahr zahlte sich aus: Jeder einzelne spielte von Anfang bis Ende ausdrucksstark und präsent seine Rolle. Die Band begleitete wie immer hervorragend und auch hinter der Bühne lief mit Kostümen und Kulissen alles reibungslos.

Viel Lob für eine „bemerkenswerte Inszenierung“ der Jugendlichen gab es auch von der Gießener Allgemeinen Zeitung vom Montag, 16. September (Gabriele Krämer):  „Es ist dem hoch ambitionierten Chor mit Bravour gelungen, vermeintlich schwere Kost mit unglaublich leichter Hand zu servieren. Selbstbewusstes Auftreten, starke Stimmen und ausgefeilte Mimik verschmelzen auf der Bühne zu einer Einheit.“

Auch die Mitwirkenden und Daniela Werner empfinden die Aufführungen, denen nach neun Monaten intensiven Probens mit Spannung entgegengefiebert wurde, als „absolutes Wow-Erlebnis“ und erinnern sich an viele „magische Momente“ auf der Bühne.

Begeisterte Zuschauer baten im Anschluss an die Aufführung sogar um Fotos und Autogramme von Darstellern. Pfarrer Andreas Lenz zeigte sich überwältigt und fand zunächst nur vier Worte für die Leistung des Chors: „Ihr seid der Hammer!“