Jugendchor


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Der Jugendchor besteht seit August 2006. Das Hauptrepertoire bestand zunächst aus englischsprachigen Gospels und Anthems sowie zum Beispiel Lieder von Enya. Der erste erfolgreiche Auftritt fand auf dem Sommerfestival der Treiser Kirche im August 2007 mit Liedern aus dem Film „Sister Act“ statt.

Weitere Auftritte folgten bei einem Gottesdienst in der Adventszeit 2007, bei der Vorstellung der Konfis 2008 sowie bei einem Jugendgottesdienst im Juni 2008.

Im Jahr 2009 hat Daniela Werner ein riesiges Musicalprojekt unter dem Titel „Der Löwenkönig“ auf die Beine gestellt, bei dem der Jugendchor von 9 auf mittlerweile 40 aktive Sänger/innen angewachsen ist. Vier Aufführungen waren restlos ausverkauft und mit einem begeisterten Publikum besetzt.

Im September 2010 führte der Jugendchor das Musical AIDA auf. Nach diesen Erfolgen konnte im Januar 2012 ein weiteres Musical zur Aufführung gebracht werden: Auch „Jesus Christ Superstar“ erhielt hervorragende Kritiken in der Presse. 2013 und 2015 folgten schließlich weitere Musical-Aufführungen mit „Die 10 Gebote“ sowie „Die Schöne und das Biest“.

Die Proben des Jugendchors finden mittwochs von 18 bis 19.30 Uhr im ev. Gemeindehaus statt. Neue Sänger sind jederzeit willkommen!


Zielgruppe: Jugendliche ab der 6. Klasse

Zeitpunkt: Mittwochs von 18 bis 19.30 Uhr im ev. Gemeindehaus

Ansprechpartnerin: Dekanatskantorin Daniela Werner (Tel.: 06406 76008 / @www.danis-musikseite.de)


 

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Mehr Fotos von den Musicals des Jugendchors sowie des „Musicalcamps“ als Probenfreizeit zur Vorbereitung des nächsten Musicals finden Sie in der Bildergalerie im Album „Musicals und Konzerte“.


Pressestimmen zu den Musicals des Jugendchors

Giessener Allgemeine Zeitung, 16. Januar 2012, zu „Jesus Christ Superstar“:

„Jesus Christ“ macht ein Dorf zum Superstar

Staufenberg. Das muss man ihnen erstmal nachmachen: Ein Dreivierteljahr haben sie sich zusammengerauft, sich an den kniffligen Texten und schwierigen Melodien fast die Zähne ausgebissen, eine nahezu geniale Umsetzung der bildgewaltigen Vorlage für die Aufführung in einer vergleichsweise schlichten Halle entwickelt. Sie haben Kostüme erfunden, Kulissen gebastelt, sich mit »ihrer Band« den Feinschliff draufgeschafft und geprobt, geprobt, geprobt… Am Samstagabend erntete der Jugendchor der evangelischen Kirchengemeinde Treis den wohlverdienten Lohn für eine megastarke Leistung. Die Premiere ihrer Version der weltberühmten Rockoper »Jesus Christ Superstar« in der mit 350 Menschen restlos ausverkauften Sport- und Kulturhalle in Treis war ein triumphaler Erfolg.

»Ich muss es loswerden: Ich bin wahnsinnig stolz auf Euch!« platzte es nach der zweieinhalbstündigen Aufführung aus der überglücklichen Daniela Werner, »Mastermind« der Treiser Sängerschar, heraus. Gerade eben war sie selbst unter dem tosenden Beifall und »Dani, Dani«-Rufen von ihrem Platz am Klavier auf die Bühne komplimentiert worden – nun wurden alle vom Publikum frenetisch gefeiert. Andreas Lenz überreichte einen üppigen Blumenstrauß »an die Frau, für die mir selbst als Pfarrer immer wieder die Worte fehlen!« Eine berechtigte Anmerkung.

Während das Fernsehvolk an diesem Abend mit der neuesten Staffel von »Deutschland sucht den Superstar« abgefertigt wurde, schickte sich zeitgleich im Gießener Land ein ganzes Dorf an, zum Superstar zu werden. Denn um diese Rockoper aufzuführen, die 1971 der erste Welterfolg des Komponisten Sir Andrew Lloyd Webber und des Songtexters Tim Rice war, bedarf es noch viel mehr als der überaus ambitionierten Sänger im Alter von zwölf bis 24 Jahren. Musik, Ton, Licht, Kulissen, Requisiten, Kostüme – das alles erfordert eigentlich tausend Hände. Und die sind in Treis da, wenn man sie braucht – alle, alle haben sie mitgeholfen. Sogar die Verpflegung der Besucher in der Pause mit Getränken und köstlichen Baguettes war generalstabsmäßig vorbereitet.

Zweifellos kann man »den Treisern« eine gewisse Routine in derlei Angelegenheiten bescheinigen. Nach den Erfolgen mit dem »Löwenkönig« (2009) und »Aida« (2010) war von einem vergleichbaren Coup fest auszugehen. Doch diesmal hatten sich die jungen Leute an schwierigste Materie herangewagt. Das opulente Werk beschreibt die letzten sieben Tage im Leben Jesu – eine mit modernen Elementen gespickte Rockoper in Anlehnung an die Erzählungen der Bibel. Einzelne Szenen führen vom Jubel des Einzugs in Jerusalem und der Begeisterung der Anhänger Jesu über den Mordkomplott bis hin zum letzten Abendmahl, dem Verrat durch Judas und schließlich zur Kreuzigung des Gottessohnes.

Abermals waren die Erwartungen des Publikums, der »Fans des Treiser Jugendchores« (O-Ton Pfarrer Lenz), hoch gesteckt – abermals wird Qualität geboten. Mehr noch: Abermals sind die drei Dutzend Sängerinnen und Sänger an und mit ihren Leistungen gewachsen. Die Stimmen sind gegenüber der damals schon bemerkenswerten »Aida«-Inszenierung noch fester und charakteristischer geworden, die schauspielerischen Leistungen noch ausgeprägter. Choreografische Elemente fließen scheinbar mit Leichtigkeit in die Aufführung ein. Und wenn’s dann doch mal holpert mit dem Text, dann wird das selbstsicher überspielt.

Obwohl es sich eigentlich verbietet, die Treiser Inszenierung anders als eine starke Gemeinschaftsleistung gewürdigt zu werden, verdienen einzelne Akteure Erwähnung. Allen voran Mischa Jung, der als Jesus sowohl stimmlich als auch schauspielerisch über sich hinauswächst – »seine« Kreuzigungsszene wird man so schnell nicht vergessen. Dann ist da dieser Judas, dem man in der Person von Artur Schulz in Rocker-Kluft den Verräter vom ersten Augenblick an abnimmt. Bezaubernd als Maria Magdalena: Inga Jung. Sie lebt ihre Rolle mit Tiefgang, Gefühl und starker Stimme. Und sie teilt sich diesen Part mit Jolien Könitz (wie überhaupt für die ins- gesamt vier Aufführungen etliche Rollen von zwei Darstellern einstudiert wurden).

Matthias Leukel, der sich als Pontius Pila- tus im Outfit eines aalglatten Anwalts präsentiert, »verhört« Jesus mit einer stimmli- chen Intensität, als hätte er nie etwas ande- res getan. Eindeutiger Publikumsliebling aber ist Josua Lenz: König Herodes, der Je- sus in einer Revue ähnlichen Selbstinszenierung verspottet, ist für ihn eine Paraderolle.

Musikalisches Rückgrat: die Band mit Daniela Werner, Peter Herrmann (Bass), Manfred Klein (Keyboard), Frank Warnke (Gitarre) und Markus Leukel (Schlagzeug). Gestern abend fand eine weitere Aufführung in Treis statt. Am kommenden Samstag (19.30 Uhr) und Sonntag (18 Uhr) ist »Jesus Christ Superstar« in Fernwald-Annerod (Bürgerhaus) zu erleben. Auf keinen Fall verpassen!

Gabriele Krämer


Gießener Allgemeine Zeitung, 13. September 2009 zu „AIDA“:

AIDA-Premiere überschwänglich gefeiert

Staufenberg (olz). Eigentlich sind der ägyptische Heerführer Radames und die nubische Prinzessin Aida Feinde, doch in Elton Johns und Tim Rice’ Musical „Aida“ verlieben sie sich ineinander. Kann das gut gehen? Eine höchst eindrucksvolle Antwort auf diese Frage präsentierte der Jugendchor der Evangelischen Kirchengemeinde Treis/Lumda am Samstag etwa 350 Zuschauern in der Sport- und Kulturhalle. Bei der Premiere boten die rund 40 Elf- bis 23-Jährigen einen Musicalabend der Extraklasse. Wie im vergangenen Jahr beim „Löwenkönig“ obliegt der geschätzten Kirchenmusikerin Daniela Werner aus Mainzlar die Gesamtleitung der Inszenierung.

Gerade ist Radames von einer Nilfahrt, die ihn auch nach Nubien geführt hatte, nach Ägypten zurückgekehrt und hat zahlreiche Sklaven mitgebracht. Da fällt ihm unter den Gefangenen eine Frau ins Auge: Aida. Ihrer Schönheit und ihres Selbstbewusstseins wegen entschließt sich Radames, sie seiner Verlobten, Prinzessin Amneris, zu schenken. Was der Krieger nicht weiß: Die schöne Nubierin ist selbst eine Prinzessin. Er kann ihren Reizen nicht widerstehen, verliebt sich – und beschwört dadurch Gefahr herauf. Denn Radames Vater Zoser, der den Pharao schleichend vergiftet, plant, ihn mit Amneris zu verheiraten, damit der Sohn nach dem Tod des ägyptischen Herrschers dessen Rolle übernehmen kann.

Eine dramatische Geschichte, die alle Akteure schauspielerisch und gesanglich in der üppig ausgestatteten Inszenierung glänzend umsetzten. Lisa Amend als Aida und Mischa Jung als Radames überzeugten als tragisches Liebespaar. Als modeversessene Prinzessin Amneris sorgte Lisa-Marie Krause immer wieder für Heiterkeit, und Matthias Leukel, der als nubischer Palastsklave Mereb auf Aidas Seite stand, erwarb die Sympathien des Publikums. Ebenso Arthur Schulz, der Zoser eine rechte Dosis Bösartigkeit einhauchte.

Ausgeprägte und facettenreiche Stimmen aller Einzelakteure und des Chores machten die Premiere zum besonderen Erlebnis. Das sah auch das Publikum so, denn am Ende gab es stehende Ovationen, bevor sich Daniela Werner bei allen Beteiligten bedankte. Neben den Genannten hatten Annika Amend (Amneris im Museum), Elena Angerer (Sklavin Nehebka), Franziska Hubalek (Pharao), Josua Lenz (König Amonasro) sowie Jolien Könitz, Isabel Polzer und Sara Moldt (Hofdamen der Pharaonentochter) Hauptrollen besetzt. Für die zweite Aufführung am Sonntag am selben Ort kündigte Werner Isabel Heyer als Aida, Artur Schulz als Radames, Inga Jung als Amneris auf der Bühne, Katharina Schuster als Amneris im Museum, Mischa Jung als Zoser und Marie Hendriks als Nehebka an. Die Rolle der ägyptischen Krieger hatten Wiebke Lenz, Lena Geissler und Johanna Kriep inne, die der ägyptischen Wächter Joline Ziegler und Ilka Goldhammer. Ägyptische Minister, Soldaten und Helfer waren Lenke Roth, Johanna Krause und Nellie Weber, weitere Ägypter Alena Höres, Laura Völker und Chiara Herzberger. Nubische Sklaven und Diener: Manita Pohlner, Svenja Ziegler, Sophie Kessler, Lara Bauer, Christine Schuster, Fabienne Ulrich, Hannah Becker und Alina Moldt.

Begleitet wurden die Sänger von Jacqueline Bauer an der Querflöte, Manni Klein am Keyboard, Gitarrist Gerd Stein, Bassist Peter Herrmann, Markus Leukel an Schlagzeug und Percussion und Daniela Werner am Klavier. Für Licht und Ton sorgten Christoph Deuser, Markus Dersch und Jannik Weimar am Verfolger. Statisten im Museum waren die Konfigruppe Treis sowie Dennis Wießner, Elisa Becker und Maxi Hillgärtner. Die Kostüme gefertigt hatten Anni Hillgärtner und Annette Bergen-Krause, die Kulissen Elisa Becker, Edeltraud Kraus und Herbert Becker.

Nach einem Schlusswort von Pfarrer Andreas Lenz endete die Premiere mit einer Zugabe.