wp (1) - Kirchenchor Treis - Oppenheim (Rhein) am 27.09.2014 - Teilnehmer

Kultur und Wein am Rhein


Der Kirchenchor unternahm eine Tagesfahrt nach Oppenheim.

Am Samstag, den 27. September starteten wir pünktlich um 9 Uhr nach Oppenheim. Nach knapp zwei Stunden erreichten wir unser Ziel und machten uns auf den glücklicherweise gut zu bewältigenden Aufstieg zur Katharinenkirche.

Der Küster empfing uns freudig und hatte viel zur Geschichte der Kathedrale zu berichten. Er machte uns auf ein Fenster mit einer Szene aus Luthers Familienleben aufmerksam: Luther an der Gitarre umringt von Frau und acht Kindern. Dieses Fenster sei vom Oppenheimer Kirchenchor gespendet worden und der damalige Bischof wollte die Annahme verweigern: Das Motiv sei zu „familiär“. Daraufhin trat der Chor in den unbefristeten und zum Glück erfolgreichen Streik. Zum Abschluss führte er uns in den Westflügel, wo wir einige Besucher der Kathedrale mit unserem Gesang erfreuen konnten.

Endlich ging es zum Mittagessen in die Landskrone, was wieder mit einem kleinen Aufstieg verbunden war. Wir wurden mit einem herrlichen Ausblick und einem guten Essen belohnt.

Nach einer Verdauungspause spazierten wir zurück in die Stadt, um den Rundgang durch das Oppenheimer Kellerlabyrinth anzutreten oder ein wenig durch die Stadt zu bummeln.

Die Kellergruppe lief gefühlte zwei Kilometer unter Oppenheim durchs Gewölbe; tatsächlich waren es 800 Meter! Unser sympathischer Begleiter konnte viele Geschichten sehr anschaulich erzählen. So hatte Oppenheim nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618 – 1648) und dem Durchzug von Spaniern, Schweden und Franzosen von ehemals 800 Einwohnern nur noch 20 Einwohner. Zum Dank für die schöne Führung sangen wir ein Lied und tranken dazu ein Gläschen Oppenheimer Riesling.

Der abschließende Höhepunkt unseres Ausflugs war die Planwagenfahrt durch die Weinberge bei „Weck, Worscht un Woi“.

Bei herrlichem Spätsommerwetter und einem weiten Blick übers Land sangen wir, tranken Wein und küssten die Kröte am Oppenheimer Krötenbrunnen!

In bester Stimmung traten wir gegen 19 Uhr die Rückreise an, die mit Geschichten von Emil Winter und einem letzten Gläschen Wein im Nu zu Ende war.

Einen herzlichen Dank an Jutta und Evi, die diesen schönen Ausflug so gut organisiert haben.

Irene Weber