Evangelische Kirchengemeinde Treis / Lumda

Tollkirche

Die „Tollkirche“ ist der Gemeindebrief unserer Kirchengemeinde und erscheint halbjährlich seit Oktober 2013. Im November 2015 wurde die „Tollkirche“ mit dem Gemeindebriefpreis der EKHN als bester Gemeindebrief der Landeskirche ausgezeichnet. In der „Tollkirche“ wird weniger Wert auf Aktualität als auf Qualität der Berichte gelegt. Sie sieht sich selbst eher als Gemeindemagazin, das das Gemeindeleben dokumentiert und in der Kategorie „Blick über den Tellerrand“ auch Informationen aus Dekanat und Landeskirche bereitstellt. Weitere Inhalte sind Gruppen der Gemeinde, die sich vorstellen dürfen, Rückblicke über vergangene Veranstaltungen, Termine und Kasualien. Pfarrer Lenz ist jeweils mit einem Vorwort unter dem Titel „Gedanken aus dem Pfarrhaus“ vertreten und schreibt außerdem immer den letzten Artikel: Unter der Überschrift „Pfarrers Spinnstube“ präsentiert er zum Abschluss jeder Ausgabe kreative, innovative und ungewöhnliche Ideen für die zukünftige Gestaltung des Gemeindelebens. Jede „Tollkirche“ steht unter einem Hauptthema, zu dem die meisten Artikel, Interviews und Erfahrungsberichte einen Bezug aufweisen. Eine Auswahl von Tollkirchen-Artikeln zu ganz unterschiedlichen Themen finden Sie unter diesem Menüpunkt.

100 Jahre voller Zufriedenheit

Vielleicht ist sie nicht die erste Hundertjährige in Treis, allerdings doch die erste seit einigen Jahrzehnten, die dieses stolze Jubiläum feiern durfte. Es ist für junge Leute kaum vorstellbar: Geboren im Ersten Weltkrieg, erlebte sie bewusst Krise und Untergang der Weimarer Republik, die schlimmen Jahre des Nationalsozialismus, den Zweiten Weltkrieg, die Nachkriegszeit und die Wiedervereinigung – ihr Leben umfasst somit einen großen Teil des ereignisreichen 20. Jahrhunderts. Ruhig und gelassen sitzt Marie Rinker in ihrem gemütlichen Sessel und freut sich über den Besuch. Ihr hohes Lebensalter sieht man ihr nicht an. Außer Schmerzmitteln benötigt sie keinerlei Medikamente. Sie kann sich über zwei Enkel, vier Urenkel und sogar ein Ururenkelkind freuen. Sie wurde am 29. August 1915 als Marie Schuchardt in Gießen geboren. Im Alter von vier Monaten kam sie als Pflegekind nach Treis zur Familie Kehr, von der sie später adoptiert wurde. Sie kann sich noch gut an eine schöne Kindheit und Jugendzeit erinnern, in der sich in der „Spinnstube“ getroffen wurde. Das damals für Jugendliche nach der Volksschule übliche „Landjahr“, abolvierte sie auf dem Bauernhof der Familie Michel (Michel´s Konrad, ehemaliger Bürgermeister) in Treis. Danach arbeitete sie als junges Mädchen in der Zigarrenfabrik. Am 25. Januar 1941 heiratete sie in Allendorf/Lda. Heinrich Rinker, Pflegekind der Familie Krieb aus Allendorf. Nach der Hochzeit wohnte das junge Ehepaar im Haus der Eltern in Treis an der Hauptstraße. Doch ihr Glück war nicht von langer Dauer: Zwölf Tage vor der Geburt ihrer Tochter ist Heinrich Rinker am 7. August 1943 im Zweiten Weltkrieg gefallen. Um die kleine Familie zu ernähren, arbeitete Marie Rinker als Haushaltshilfe bei Pfarrer Schmidt und Pfarrer Höhne. Sie putzte in der Schule und ging mit den Bauern auf die Felder. Selbst besaß sie eine Wiese nahe der Knobelhütte, was stets einen langen Anmarsch bedeutete. Auch die Arbeit als Pflanzarbeiterin bedingte morgens frühes Aufstehen und weite Fußwege. 1954 baute Frau Rinker die Scheune zu Wohnzwecken aus. Dies war ein Glücksfall für die Familie, da im Jahr 1966 das Wohnhaus abgerissen werden musste, um die Hauptstraße an dieser Stelle verbreitern zu können. Nach der Heirat der Tochter baute diese zusammen mit ihrem Mann ein neues Wohnhaus an die ausgebaute Scheune an, in dem Frau Rinker heute noch mit ihrer Tochter lebt. Zur Familie ihres Mannes in Allendorf hatte Frau Rinker stets ein gutes Verhältnis. In den Wintermonaten ist sie mit ihrer Tochter oft nach Allendorf gelaufen, um dort mit der ganzen Familie Schafwolle zu spinnen. Zur Selbstversorgung hielt Frau Rinker Hühner, Gänse, eine Ziege und ein Schwein. Was sie sonst zum Leben brauchten, baute sie in ihrem Garten in „Oberhausen“ (hinter der Ringstraße) an. Ein- bis zweimal täglich pilgerte sie mit einem kleinen Handwagen zu „ihrem Garten“, der ihr viel Freude bereitet hat. Auch die Handarbeit, vor allem das Stricken, war ihr Hobby. Unzählige Strümpfe und Pullover wurden für Enkel und Urenkel gestrickt. Sie war eines der ersten Mitglieder im Ortsverband Treis des Verbands der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands (VdK), in dem sie sich sehr wohl gefühlt hat. Es sei eine schöne Gemeinschaft gewesen. Mit dem VdK-Ortsverband hat Frau Rinker zwei Mehrtagesfahrten nach Bad König und Bad Salzhausen unternommen. Darüber hinaus hat sie Treis nie für längere Zeit verlassen. Die innere Ruhe und Kraft habe sie auch im Glauben und beim Beten gefunden: „Wo Geist ist, ist auch ein Wille.“ Leider ist Frau Rinker fast vollständig erblindet, sodass sie in ihren Aktivitäten eingeschränkt ist. Trotzdem ist sie nicht verbittert, sondern sagt: „Der Mensch muss zufrieden sein.“ Und zufrieden war Marie Rinker in ihrem Leben immer, trotz der Schicksalsschläge und der harten Arbeit. Ein Vers jedoch kommt ihr während des Besuchs mehrmals über ihre Lippen: „Zufriedenheit ist mein Vergnügen, drum lass ich alles andre liegen; ich liebe die Zufriedenheit.“

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Gedanken aus dem Pfarrhaus im Dezember 2015

Liebe Gemeinde, nächstes Jahr am 4. Juni wird es wieder ein Sommerfestival rund um die Treiser Kirche geben. Ich hätte große Lust dieses Kirchenfest unter das Thema Alt und Jung zu stellen, das die aktuelle Tollkirche als roter Faden durchzieht. „Es geht miteinander“ Ein fröhliches, begeisterndes und inspirierendes Miteinander von Alt und Jung ist eine der schönsten menschlichen Erfahrungen. Klar, jedes Alter braucht auch seine eigenen Räume und Zeiten. Aber Ältere belebt das Spontane und Unfertige der Jugend und andererseits genießen Jugendliche das weite Herz und die Gelassenheit, die in älteren Menschen durch die vielfältigen Erfahrungen gereift sind. Leider lässt unser moderner Lebensstil ein Miteinander von Alt und Jung immer schwieriger werden. Deswegen freue ich mich immer besonders, wenn in unserer Gemeinde dieses Miteinander gesucht und gelebt wird. Dazu müssen Alte und Junge den Mut haben, aufzubrechen und neue Wege zu suchen. Begeistert hat mich die diesjährige Treiser Dorfmusik, wo Jung und Alt in einem total bunten Programm miteinander und füreinander musiziert haben. Ebenso die Kirmes, die in Treis wirklich ein Dorffest aller Generationen ist. Die vereinigten Chöre beim Kirmesgottesdienst, wo drei für Kinderchor, Jugendchor, Sängervereinigung und Kirchenchor gleichermaßen geeignete Lieder von allen gemeinsam einstudiert und vortragen werden, sind eine geniale und richtungsweisende Aktion, die zeigt: Es geht miteinander, wenn man wirklich füreinander offen ist und einen gemeinsamen neuen Weg sucht. Für unsere Sternstunden haben wir seit diesem Jahr zwei Gesprächskreise: Einen neuen von jungen Erwachsenen und den bestehenden Kreis von Menschen in der Lebensmitte. Beide Kreise diskutieren im Vorfeld der Sternstunde das aktuelle Thema auf ihre Weise und bringen dann ihre ganz unterschiedlichen Ideen frei und ohne Zensur (!) in den Gottesdienst ein. Das gegenseitige Vertrauen, die Offenheit und Wertschätzung ist es, die dieses Miteinander der Generationen gelingen lässt. Träume und Visionen für die Zukunft Der Prophet Joel hatte eine Vision: „Und nach diesem will ich meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, und eure Söhne und Töchter sollen weissagen, eure Alten sollen Träume haben, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen.“ Alte sollen Träume haben, Junge eine Vision für die Zukunft und dies durch Gottes Geist, der uns ein tiefes Gefühl der Gemeinschaft vermittelt und uns alle – Alt und Jung – aufbrechen lässt in eine gemeinsame Zukunft. „Gottes Geist ist das Entscheidende“ Dieser Geist ist das Entscheidende. In der Jugendherberge in Grünberg, wo wir viele Konfirmandenfreizeiten erlebt haben, hängt im Tagungsraum eine Bilddokumentation von der ersten Freizeit in der Jugendherberge vor etwa 100 Jahren. Unter den zahlreichen Fotos und Berichten steht ein Satz, der sich mir eingeprägt hat: „Nicht das Programm, sondern der Geist war das Entscheidende.“ Um diesen Geist sollten wir beten. Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. (2. Timotheus 1,7) Ihr/Euer Pfarrer Andreas Lenz

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Pfarrers Spinnstube im April 2015

Der Titel ist geblieben. Warum auch nicht? Spinnstube bleibt nun einmal Spinnstube, ganz egal, wer gerade drinnen sitzt. Und außerdem muss es nicht immer der Pfarrer sein, der sich Gedanken über Gott und die Welt macht. Wir sind schließlich genau so gefordert. Gott geht uns nun mal alle an. Oder? „Gott sei Dank, das ist noch einmal gut gegangen.“ „Um Gottes willen, das kannst Du doch nicht machen.“ „Heute lassen wir Gott einen guten Mann sein und feiern.“ Das alles kennen wir doch. Oft genug bringen wir Gott mit solchen Sätzen in unseren Alltag, ohne allerdings dabei an Gott zu denken. Man sagt das eben so. Und für viele bleibt es auch dabei. Schade eigentlich, denn der Alltag wird sehr viel schöner, wenn wir Gott einbinden. Gott ist nämlich Alltag. Gott kommt eben nicht nur in einer Sonntagsrede im Gottesdienst vor. Nun gut, werden jetzt vielleicht einige denken, Gott mag ja überall und immer da sein. Aber soll ich jetzt jeden Tag eine Stunde in der Bibel lesen, um ein guter Christ zu sein und später den Höllenqualen zu entgehen? Na ja, ich weiß nicht. Dass jemand der Hölle entgeht, weil er die Bibel auswendig gelernt hat, würde ich niemals behaupten wollen. Gott alleine entscheidet, wen er aufnimmt und wen nicht. Da können wir Menschen noch so viel spekulieren. Das hilft nicht. Wir können Gott keine Vorschriften machen. Was ich dagegen weiß, ist, wie glücklich der Mensch sein kann, wenn Gott zu seinem Alltag gehört. Dieses großartige Gefühl, dass Gott bei jedem Atemzug, in jeder Situation, bei mir ist und zu mir steht, dieses Gefühl ist durch nichts zu übertreffen. Ob ich mit lieben Menschen zu tun habe oder mit Idioten, ob die Sonne lacht oder ich mir den Hintern abfriere – alles hat eine Bedeutung. Und das nicht, weil ich das erlebe, sehe, fühle und mich dabei wichtig fühle. Nein, es ergibt einen Sinn, weil Gott mit im Spiel ist. Vielleicht werden Sie diesen Text lesen und meinen, nun gut, da hat jemand im Gemeindebrief einen christlich angehauchten Beitrag geschrieben. Das gehört sich ja auch so. Aber das war nicht meine Absicht. Die Absicht dieser Zeilen ist, Ihnen einen Weg zu zeigen, der garantiert zu einem besseren und angenehmeren Leben führt. Für Sie persönlich. Nicht für mich. Es geht um Ihr Leben. Und damit ist nicht gemeint, dass Sie nun am Sonntag alle in die Kirche rennen (was aber auch ganz schön wäre), sondern dass Sie sich Gott zuwenden. Jetzt, in diesem Moment. Reden Sie mit ihm, sprechen Sie ihn an. Einfach so. Ich bin sicher, Sie werden irgendwann auch eine Antwort erhalten, auf die Sie sich schon jetzt freuen sollten. Dieter Lemmer

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Treiser Asylbewerber: Helfen kann jeder!

Schon seit einigen Jahren wird für die Bewohner des Treiser Asylbewerberheims ein Deutschkurs angeboten. Durch den Flüchtlingsandrang in den vergangenen Monaten hat sich die Gruppe stark vergrößert, sodass auch der Bedarf an ehrenamtlichen Helfern gestiegen ist. „Ich höre gerne Musik.“ Langsam wiederholt die Kellnerin aus Eritrea Wort für Wort des gerade neu gelernten deutschen Satzes und versucht, ihn fehlerfrei aufzuschreiben. Dieses Mal wurde im Kurs „Spielend deutsch lernen“ über Berufe und Hobbys gesprochen. Ziel dieser Stunde war, dass das Team um Hanspeter Gruber, Barbara Högy und Bärbel Milke Näheres über die Interessen der Asylbewerber erfuhr, um sie untereinander besser zu vernetzen, aber auch um Kontakte zu Deutschen mit ähnlichen Freizeitbeschäftigungen oder Berufen herzustellen. So traf ein syrischer Fotograf auf Gießener Kollegen, Jazzfans besuchten ein Jazzkonzert und ein Organist aus Kabul durfte mit Daniela Werner die Treiser Orgel ausprobieren. In anderen Wochen wurden die deutschen Bundesländer mithilfe von Karten geographisch erkundet, über deutsche Kultur und Traditionen gesprochen oder die Mülltrennung wurde thematisiert. Inzwischen nehmen rund 25 Asylbewerber aus vielen verschiedenen Ländern an dem Kurs der Intiative „Staufenberg hilft“ teil. Und das Angebot von „Staufenberg hilft“ beschränkt sich nicht nur auf die Vermittlung deutscher Sprache und Kultur:  Jede Woche werden die Flüchtlinge gefragt, was sie sich wünschen. Die Mitarbeiter erstellen daraus einen Wunschzettel, der bei Facebook und im Rundbrief per E-Mail veröffentlicht wird. So wird in einer Woche dazu aufgerufen, Kinderspielzeug zu spenden, ein andermal werden Rucksäcke benötigt. Doch ganz oben auf der Liste stehen mehr Helfer: Häufig haben Asylbewerber Verständigungsprobleme bei Behörden, Banken, Apotheken oder Ärzten, sodass sie jemand begleiten muss, um zu übersetzen, zu erklären und für sie einzustehen. Da die wenigen Helfer alle selbst berufstätig sind, ist es oft nicht einfach, in solchen Fällen die Unterstützung zu organisieren. Ebenso fehlt es im Deutschkurs selbst an Betreuung, nicht nur für die Erwachsenen, sondern auch für deren Kinder. Barbara Högy hat es sich zum Ziel gesetzt, einen möglichst großen Unterstützerkreis von „Paten“ aufzubauen, sodass sich jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten einbringen kann und trotzdem immer genügend Helfer zur Verfügung stehen. So sind wir alle gefragt, doch einmal zu überlegen, ob es nicht möglich wäre, sich auf die eine oder andere Weise, je nach persönlichen Lebensumständen und Fähigkeiten, für Treiser Asylbewerber einzusetzen. Und helfen kann jeder: Besondere Kenntnisse sind nicht nötig, die meisten sprechen gut genug Deutsch oder Englisch, dass es für eine Verständigung reicht.   Wie sie helfen können: Rundbrief abonnieren (Email an „Staufenberg hilft“) und aktuelle Wünsche erfüllen; Mitglied der Facebook-Gruppe werden; Pate werden und einzelnen Flüchtlingen im Alltag helfen (z.B. Arztbesuche oder Behördengänge); Fahrdienste übernehmen (z.B. bei Umzügen); das Team im Deutschkurs unterstützen; Kinder während des Deutschkurses betreuen; mit Flüchtlingen auch privat etwas unternehmen und versuchen, sie in die Gesellschaft zu integrieren.   Zeitpunkt: Donnerstags 17:45 bis 19:15 Uhr Ansprechpartner:  Hanspeter Gruber (Tel.: 74219) und Barbara Högy (Tel.: 73919) E-Mail: staufenberg_hilft@gmx.de Facebook: „Staufenberg hilft“

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Die Fußwaschung und die große Liebe Jesu

Frauen des Spinnstubenkreises gestalteten den Weltgebetstagsgottesdienst nach einem Konzept von den Bahamas unter dem Motto „Begreift ihr meine Liebe?“.  Am ersten Freitag im März feiern Menschen rund um den Globus den Weltgebetstag. Das Konzept für die Gestaltung dieses Gottesdienstes wird jedes Jahr von Frauen der verschiedenen christlichen Kirchen aus einem bestimmten Land vorbereitet. Für 2015 haben Frauen von den Bahamas die Geschichte über die Fußwaschung Jesu zum Mittelpunkt ihrer Lesung gewählt. Auch in Treis wird dieser besondere Gottesdienst bereits seit einigen Jahren von den Frauen des Spinnstubenkreises umgesetzt. Am 6. März um 19 Uhr hatte das Team um Iris Devynck-Jungk im Gemeindesaal die Vorbereitungen abgeschlossen. Zweimal hatten sie sich zur Vorbesprechung und zum Proben getroffen und für den Gottesdienst Tücher, Blumen, Hüte, Obst und Muscheln als Symbole für diesen sonnenverwöhnten Inselstaat auf dem Boden arrangiert. Iris Devynck-Jungk ging jedoch auch auf die Schattenseiten ein: Das Land ist extrem abhängig vom Ausland, häusliche und sexuelle Gewalt gegen Frauen und Kinder, AIDS und Teenagerschwangerschaften sind erschreckend verbreitet. Frauen aus dem Spinnstubenkreis berichteten vom Schicksal einzelner Frauen, die Vergewaltigung in der Ehe ertragen müssen oder deren Kinder keine Rechte haben, weil nicht nachweisbar ist, dass der Vater die Staatsbürgerschaft der Bahamas hat. Betont wurde die Hoffnung dieser Frauen, die darüber staunen, wie tief und radikal die Liebe Jesu zu den Menschen ist. Dies zeigt sich in der Fußwaschung, die Symbol für die große Liebe Jesu zu den Menschen sowie seine Bereitschaft zu helfen und zu dienen ist. Nachdem Jesus den Jüngern die Füße gewaschen hatte, fragte er sie: „Begreift ihr, was ich getan habe?“ Und so stellten auch die Treiser Frauen die Frage: „Begreifen wir diese Liebe?“ In einem Prozessionszug um die stilisierte Insel auf dem Boden des Gemeindesaals benannten sie nun die heutigen Probleme wie Armut und Krankheiten, stellten aber auch heraus, was in Treis getan werden kann, um anderen zu helfen. Musikalisch wurde der Gottesdienst begleitet von Daniela Werner am Klavier, die noch Trommeln und Rasseln mitgebracht hatte. Die Gäste hatten viel Freude dabei, die schwungvollen, fröhlichen Lieder mit diesen Instrumenten zu bereichern.  

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Ein zweiter Pfarrer in Treis: Andreas Luipold

Vielleicht ist Ihnen bereits aufgefallen, dass in letzter Zeit, gerade während des Studienurlaubs von Pfarrer Lenz, noch ein weiterer Pfarrer, neben Stefan Schröder aus Allendorf, Gottesdienste in Treis hält. Möglicherweise haben Sie sich auch schon gefragt, woher dieser wohl stammt und wie er dazu kommt, bei uns in Treis Vertretungsdienste zu übernehmen? Hier verraten wir Ihnen mehr über ihn. Besagter Pfarrer, Andreas Luipold, wurde in einem kleinen Dorf bei Bad Schwalbach geboren und wuchs in Hochheim im Rhein-Main-Gebiet auf. Durch Jungschararbeit fand er als Jugendlicher zur Kirche, besuchte bald auch einen Jugendbibelkreis und gestaltete Jugendgottesdienste. Sein Theologiestudium begann er in Frankfurt, Bochum und Dublin, wo er sich an der Irish School of Ecumenics besonders mit der ökumenischen Theologie beschäftigte, Land und Leute kennenlernte und die Biersorte Guiness schätzen lernte. In Marburg schloss er 1996 das Theologiestudium mit dem ersten kirchlichen Examen ab. Da die Übernahme in den Pfarrdienst in dieser Zeit eher schwierig war, nahm er eine Stelle im Lebenshilfewerk Marburg-Biedenkopf an. Nach seinem Vikariat in der Kirchengemeinde Fronhausen, Eifa und Oberasphe im oberen Edertal wechselte er zunächst in den Schuldienst am Johanneum-Gymasium in Herborn. Die Auswahlkommission unserer Landeskirche übernahm ihn im Herbst 2008 in den Pfarrdienst auf Probe. Mit Dienstantritt im Februar 2009 konnte Andreas Luipold seine erste Pfarrstelle als Pfarrvikar in der Kirchengemeinde Londorf, Allertshausen, Climbach und Kesselbach antreten. 2013 entschloss er sich, wieder in den Schuldienst zurückzukehren und wurde Schulpfarrer an der Gesamtschule Gießen Ost. Zufälligerweise verlief seine Wohnungssuche ausgerechnet in Treis erfolgreich, sodass wir uns nun glücklich schätzen können, dass er sich in unserer Gemeinde aktiv einbringen möchte. Natürlich setzen ihm sein Beruf als Schulpfarrer und Freizeitbeschäftigungen, wie das Singen in verschiedenen Chören und die Pflege seiner Pferde, gewisse Grenzen. Daher sieht er seine Mitarbeit vor allem im gottesdienstlichen Rahmen, da er gerne Gottesdienste gestaltet, dies aber in der Schule etwas zu kurz kommt. Dennoch kann er sich auch gut vorstellen, sich in anderen Bereichen zu engagieren.

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Musiker – Metzger – weltoffener Mensch

Wilhelm Kehr wurde am 6. August 1929 in Treis geboren und ist nie weggezogen. Er bezeichnet sich als Treiser durch und durch, beschreibt sein Leben als schön und hart und hat es nie bereut, die elterliche Hofreite und die menschenfreundlichen Gedanken seiner Eltern weitergelebt und weiterbelebt zu haben. Der humorvolle, feierfreudige und stets hilfsbereite „Ortsmetzger“, ist über die Kreisgrenzen hinaus bekannt durch seine Planwagenfahrten – zuerst mit Pferden, später mit dem Traktor – und als Vollblut-Musiker. Er hat als langjähriges Mitglied im Kirchenvorstand sowohl fünf Pfarrer als auch die Versetzung der Kirchenorgel und die Glockenrenovierung miterlebt. Tollkirche: Wir kennen dich als Hausmetzger. War das dein Traumberuf? Wilhelm Kehr: Eigentlich sollte ich Musik studieren, wie es mein Lehrer vorgeschlagen hatte. Aber meine Eltern hatten unter Mühen von 1932 bis 1936 diese für damalige Verhältnisse sehr moderne Hofreite im Weiher gebaut und die wollte ich dann doch weiterführen; getreu dem Spruch: „Was du erbst von deinen Eltern, erwirb es, um es zu besitzen“. Ich konnte mir nicht vorstellen dies alles im Stich zu lassen. Deshalb machte ich nach der Schule zuerst eine landwirtschaftliche Lehre mit Gesellenbrief. Mein Wunsch war dann, während des Winters ein landwirtschaftlicher Wagenbauer zu werden, bei einem der beiden Stellmacher hier in Treis. Aber es gab bis zur Währungsreform in und um Treis keine Lehrstellen. So erlernte ich, eigentlich aus der Not heraus, den Beruf des Hausmetzgers. Später dann erweiterte ich diesen Beruf mit einer Lehre zum Metzger in der Treiser Metzgerei Will, in der ich auch viele Jahre arbeitete. Und in 1969 schulte ich noch einmal um zum Krankenpflege-Helfer in der Psychiatrie. Die heutige Vitos-Klinik suchte damals Pfleger, die bereits einen Beruf und Zuhause eine funktionierende Familie hatten. Denn die Pflegearbeit im Psychiatrischen Krankenhaus, insbesondere in der „Geschlossenen“, war seelisch anstrengend und brauchte Ausgleich. Bei der Ausbildung zum Krankenpflege-Helfer profitierte ich im Anatomie-Kurs von meinen Kenntnissen als Metzger. Ich war dann 20 Jahre lang im PKH beschäftigt. Tollkirche: Was war das Moderne an der elterlichen Hofreite? Wilhelm Kehr: Wir hatten eine Scheune direkt am Hof und es gab eine Durchfahrt, so dass man mit zwei oder drei Anhängern durch Hof und Scheune fahren konnte. Mein Vater baute einen Schweinestall mit „Klimaanlage“ und Frischluftdurchzug, und ins Haus Rollläden-Kästen. Die Rollläden kamen erst sehr viel später hinein. Und das für die damalige Zeit eigentlich Undenkbare war ein Bad mit einer großen Badewanne auf Stahlfüßen. Daraufhin erklärten die Treiser Bauern meinen Vater für verrückt: „Ein Bauer, der ein Bad baut!“ Die Badewanne ist mittlerweile modernisiert, steht aber immer noch in meinem Bad. Tollkirche: Was ist aus dem Musikstudium geworden? Wilhelm Kehr: Mein Lehrer war beleidigt, seiner Meinung nach hatte ich großes Talent, da ich schon immer sehr gut singen und Akkordeon spielen konnte. In meinem Elternhaus spielte Musik immer eine Rolle, eine meiner Schwestern war Pianistin und gesungen wurde  sehr viel. Die Heimatvertriebenen haben nach dem Krieg Musik mitgebracht. Blasmusikproben, nach dem Vorbild von Ernst Mosch und den Oberkrainern, fanden hier in dieser Stube statt.  So gab es immer Musikerkollegen und ich spielte in einer acht Mann starken Kapelle namens „Melodia“. Wir spielten bei den Katholiken zur Fronleichnams-Prozession und bei den Protestanten auf dem Dekanatskirchenchorfest, bei Geburtstagen, Jubiläen, Kirmesumzügen und Tanzveranstaltungen.  Daneben spielte ich in einem Trio und bis 2003 in einem Duo, mit dem ich in ganz Oberhessen Musik gemacht habe. Wir waren zwei Jahre im Voraus ausgebucht und wurden engagiert für Feiern und Feste aller Art.  Ich war eigentlich mein Leben lang nebenberuflich Musiker. Tollkirche: Welche  Erinnerungen hast du an deine Jugend rund um den Krieg? Wilhelm Kehr: Meine Zeit als „Pimpf“ habe ich in Erinnerung. Wir waren neun junge Burschen, die in Naturkunde, Heilpflanzenkunde und Sternenkunde ausgebildet wurden. Wir waren olympiareif im Sport und wurden abgehärtet in Zeltlagern. Wir mussten morgens barfuß über Wiesen laufen und mittags ungeschälte, gekeimte Kartoffeln essen bis wir davon krank wurden. Für die Teilnahme an dieser Ausbildung musste ich einen „Ariernachweis“ erbringen: Bis zu meinen Ur-Ur-Urahnen durften nur „Arier“ verzeichnet sein. Schon damals begann die Diskriminierung. Gerne erinnere ich mich an meine Konfirmandenzeit bei Pfarrer Schmidt. Wir hatten Konfirmandenunterricht im Pfarrhaus, Jungen und Mädchen zur gleichen Uhrzeit, aber in zwei getrennten Räumen – und der Pfarrer dazwischen stehend. Letztes Jahr jährte sich unsere Konfirmation zum siebzigsten Mal. Aus der Zeit vor und während des Krieges erinnere ich mich an die Zwangsarbeiter, die bei uns im Haus untergebracht wurden, und zu denen wir ein freundschaftliches Verhältnis pflegten. Ich erinnere mich an die Rationalisierung der Lebensmittel und an die Spitzel, die überprüften, ob meine Mutter nicht doch heimlich mehr von den landwirtschaftlichen Produkten verteilte als erlaubt war. Mein Vater war bereits 1936 aus der Partei ausgetreten: „Dieses Schiff fährt falsch!“, war seine Aussage und seine Familie wurde deshalb schikaniert. Er wurde gleich zu Kriegsbeginn eingezogen, in eine Veterinär-Kompanie. Und ich erinnere mich an den 6. Dezember 1944, die Bombardierung Gießens, nach der wir etliche ausgebombte Gießener in unserem Haus aufgenommen haben. So zum Beispiel einen Zahnarzt mit Frau und  Kindern. Dieser hat dann in der Nachkriegszeit die Räume im Nebenhaus als Praxis angemietet. Ziemlich am Ende des Krieges 1944 wurde ich noch eingezogen, zum Ausgraben von Panzergräben am Westwall bei Merzich. Ich wurde dort krank, und lag lange in einem Behelfskrankenhaus, bis die dort verlaufende Bahnlinie bombardiert wurde. Und nach dem Krieg waren wir tief erschüttert, als wir erfuhren, was mit unseren verschleppten jüdischen Mitbürgern geschehen war. Tollkirche: Wie und wo hast du deine Frau kennengelernt? Wilhelm Kehr: Anfang der fünfziger Jahre bei einer damals beliebten sogenannten „Sambafahrt“ an den Rhein nach Rüdesheim oder Mainz. Vereine konnten den Samba-Zug buchen, mit Stadtführung und Nachmittagstanz. Auf der Rückfahrt von solch einer lustigen Fahrt habe ich im Zug ein sauber, aber spärlich gekleidetes Mädchen mit einer kleinen zerknüllten Handtasche angesprochen. Ich durfte mich neben sie setzen. Wir waren uns gleich sympathisch, in ihr schlummerte ein goldenes Herz, wie ich später erfahren durfte. Sie war Heimatvertriebene aus dem Sudetenland, gläubige katholische Christin und wohnte in Nordeck.  Bald schon schmiedeten wir Zukunftspläne. Wir heirateten 1954 und unsere glückliche

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Gedanken aus dem Pfarrhaus im April 2015

Liebe Leserinnen und Leser, als ich diese Zeilen schrieb, ist in den Nachrichten gerade von der Oscarverleihung in Hollywood berichtet worden. Weit über 100 Millionen Zuschauer wollten allein in den USA sehen, wie die Stars über den roten Teppich schweben. Eddie Redmayne oder Julianne Moore – die diesjährigen Gewinner. Aber im Publikum natürlich auch Superstars wie Nicole Kidman oder John Travolta. Welchen Filmstar würden Sie gern einmal persönlich treffen? Ich fände es schon spannend, den einen oder die andere mal live zu erleben. Wie sind die so – Diva oder netter Nachbar von nebenan? Warum faszinieren uns die Bilder auf der Leinwand immer wieder? Traumfabrik Hollywood Ich glaube, sie berühren auf ganz eigene Weise unsere Sehnsucht und Hoffnung, aber auch unseren Schmerz. Und so kommen sie uns nah in dem, was uns Menschen im Innersten ausmacht – auch unserem Glauben. Wir verknüpfen unsere eigenen Geschichten mit ihnen und finden uns manchmal selbst mitten in der Handlung wieder. Toll(kirche), wenn das gelingt: Wenn aus Zuschauern Mitwirkende werden. Das ist oscarwürdig und ein sehr evangelischer Gedanke, gleich im doppelten Sinn: Die gute Nachricht von Jesus Christus macht aus Zuschauern Mitwirkende in einer lebendigen Gemeinschaft: Menschen, die befreit sind, ihre Gaben zu entfalten und mit ihrer eigenen Persönlichkeit zur Geschichte Gottes mit dieser Welt beizutragen. Davon lebt auch unsere evangelische Kirche: Sie baut auf Menschen, die Kirche gestalten, ihre Ideen und Begabungen einbringen und Verantwortung übernehmen. Nicht auf Zuschauer, nicht auf Statisten, sondern auf Akteure und Regisseure. Meine Wahl! Am 26. April werden die Kirchenvorstände in unserer Landeskirche neu gewählt. Fast 1,5 Millionen Wahlberechtigte in 1200 Gemeinden sind gefragt, mit ihrer Stimme die Männer und Frauen zu unterstützen, die Kirche mitgestalten wollen. Ich lade Sie ein, die Kirchenwahl zu Ihrer Wahl zu machen und mitzubestimmen, wer in Ihrer Gemeinde Leitungsverantwortung in den nächsten sechs Jahren übernimmt. Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher entscheiden über Gebäude und Finanzen ihrer Gemeinde, über Personalplanung, Gottesdienstkonzepte, Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden und Partnern in Kommunen, Kultur, Schulen und Vereinen. Damit leisten sie einen ganz konkreten Beitrag zum Leben in ihrem Dorf. Sie sind Mitwirkende, keine Zuschauer. Und auch wenn manches in der Treiser Kirchengemeinde bühnen- oder fast filmreif ist, einen Oscar gibt es dafür in der Regel nicht. Den braucht es aber auch gar nicht. Seien Sie Mitwirkende! Etwas zu bewirken in Gemeinschaft mit anderen – das ist vielen Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern wichtig und wert, ihre Zeit und Kraft einzusetzen. Dafür ist schon heute all denen zu danken, die dieses Amt in den letzten sechs Jahren ausgefüllt haben und den „Neuen“ für ihre Bereitschaft zur Kandidatur. Alle Wahlberechtigten bitte ich: Begleiten Sie die Kirchenvorstandswahl am 26. April als Mitwirkende. Machen Sie Ihre Gemeinde stark, indem Sie Ihre Kandidaten und Kandidatinnen mit Ihrer Stimme unterstützen. Ihr Dekan Hans-Theo Daum

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Pfarrers Spinnstube im Oktober 2014

Als bei der letzten Sternstundenwanderung Anfang Januar die Idee aufkam, die Einweihung der restaurierten Treiser Brücke mit einem Fest nachzuholen, hätte keiner von uns im Traum daran gedacht, was für ein überwältigendes Brückenfest wir feiern würden. Dieses Fest, bei dem wir tatsächlich Brücken neu geschlagen haben, wird uns unvergessen bleiben vom Wilhelm-Burger bis zu den Blumenkästen, die jetzt noch unsere Brücke verschönern und von lieben Nachbarn gepflegt werden. Ein ganz außergewöhnlich schmerzliches Ereignis war der gewaltsame Tod von Simone Lenk-Geißler durch ihren Ehemann. So unfassbar war und bleibt diese Tat, dass nach wie vor die Worte fehlen. Unser Mitgefühl, unsere Gebete und das Angebot tätiger Mithilfe mögen die Angehörigen ein wenig in ihrem schweren Weg begleiten. Krieg und Terror in vielen Teilen der Welt und die damit einhergehenden Flüchtlingsströme auch bis zu uns nach Treis führen uns unabweisbar vor Augen, dass es heute „keine Inseln des Glücks in einer Welt voller Leid“ geben kann. Unsere Welt rückt durch die Globalisierung näher zusammen und alle nationalistischen Einigelungsversuche sind demgegenüber nur Augenwischerei. Wir müssen lernen, als globale Weltbevölkerung achtsam, fair und friedlich  miteinander umzugehen. Ich möchte Sie dazu einladen, einen kleinen Gehversuch für das friedliche Miteinander der Kulturen und Religionen mitzugehen und sich mit kreativen Ideen für das geplante interreligiöse Friedensoratorium zu beteiligen. Wir wollen Friedenstexte der Weltreligionen sammeln, schreiben und mit Weltmusik vertonen. Dankbar sind wir auch für Kontakte zu Menschen anderer Religionen, die sich an diesem Projekt beteiligen möchten. Zu diesem Zweck werde ich mich auch von Januar bis März 2015 in einem Studienurlaub zurückziehen. Die Vertretungen entnehmen Sie bitte den Staufenberger Nachrichten oder unserer Homepage. Während in den nächsten Monaten unsere Orgel renoviert wird, laufen schon die Planungen für die dringend nötige energetische Sanierung unseres Gemeindehauses. Das Dach ist ungedämmt und verschlingt jedes Jahr große Mengen Heizöl. Die Fenster des oberen Stockwerks müssen erneuert werden, die Eingangstür und die großen Schiebetüren des unteren Stockwerks sind undicht und stark ramponiert. Aber unser Gemeindehaus wird beinahe täglich so gut genutzt, dass die Renovierung unserem Gemeindeleben mit seinen vielen Chören, Gruppen und Feiern sehr zugute kommen wird.  Packen wir´s an.

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